Wednesday, February 7, 2018

Ich werde dich nie im Stich lassen! (Woche 6, 3. Tag)


Ich war drei, als mein Vater auszog. Er nahm unsere Katze „Ringelnatz" mit, ließ mich aber oft vergeblich warten, als das obligatorische Besuchswochenende dran war. Ich fragte mich, was mit mir los war. „Tief in mir drin ist sicher etwas Abscheuliches", schloss ich, „das macht, dass mein Vater nicht in meiner Nähe sein möchte.“ Ich glaubte wirklich, dass die Katze wertvoller sei als ich und fing an, Menschen auf Distanz zu halten. Ich hatte Angst andere könnten mich gut genug kennenlernen, um zu erkennen, dass ich tief in mir etwas Abschreckendes verbarg. Ich hatte die Fahrlässigkeit meines Vaters übersetzt als: „Irgendwas muss mit mir nicht stimmen." Erst als ich erfuhr, dass Gott der Vater mein innerstes Wesen kennt, weil er mich gemacht hat und mich trotzdem liebt, wurde ich freigesetzt von dem falschen Denken. Er ist nicht entsetzt über das, was er sieht und wird uns niemals verlassen.

·       Lies die folgenden Versprechen und schreibe deine Antwort als Gebet an deinen himmlischen Vater: Deuteronomium (5. Buch Mose) 31,6; Matthäus 28,20; Hebräer 13,6.

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Tuesday, February 6, 2018

Meine Pläne ändern sich nie! (Woche 6, 2. Tag)


„Kerstin, man würde dich niemals für eine Blinde halten!" Christopher, der diese Aussage machte, war selbst von Geburt an blind. Alles um ihn herum schien wie Dunkelheit. Trotzdem kam er erstaunlich gut zurecht. Er besuchte ein normales Gymnasium, ging mit uns im Schlachtensee schwimmen und spielte Klavier in einer Jazzband. Dennoch waren seine Schritte unsicher, da er nicht wusste, was vor ihm lag. An dem Tag wo ich sein Blindenstock auslieh und ohne zu zögern mit geschlossenen Augen den Gehweg entlangschritt, erkannte er an der Schnelligkeit meiner Schritte, dass ich genau wusste, wo ich entlangging. Nur wenige Sekunden zuvor hatte ich den Pfad mir angesehen.

Als Christen fühlen wir uns manchmal als ob wir in Dunkelheit wandeln. Gott scheint ganz fern und wir verstehen nicht, wohin er uns in diesem Moment führt. Hiermit meine ich nicht einen Bruch in der Beziehung zu Gott wegen eines sündhaften Verhaltens, sondern das Gefühl Gott fern zu sein, ohne erklärlichen Grund. Oftmals passiert dies nach einer traumatischen Erfahrung oder einer körperlichen Überanstrengung. Gott will diese Zeit gebrauchen, um uns in unseren Glauben zu reifen. Wir sind vor die Wahl gestellt, unsicher in der Dunkelheit zu tappen, indem wir der Lüge glauben, dass es keine Hoffnung gibt und wir Gott egal sind, oder wir können uns stattdessen auf Gott verlassen, indem wir an seinen Versprechen festhalten.

·       Hier sind einige Verse, die uns an die Wahrheit erinnern. Schlage sie nach und schreibe den Vers, der dir am meisten bedeutet auf:  Nahum 1,7; Maleachi 3,6; Jesaja 58,11a; Jeremia 29,11; Hiob 42,2.

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Dies ist, wo unsere Gangart anders sein kann, weil wir trotz Dunkelheit ein klares Bild von unserem Weg haben, denn Gottes Pläne ändern sich nicht.


„Wer ist unter euch, der im Finstern wandelt und dem kein Licht scheint? Der hoffe auf den Namen des Herrn und verlasse sich auf seinen Gott." (Jes. 50:10b)

Monday, February 5, 2018

Ich halte meine Versprechen! (Woche 6, 1. Tag)


Der Vater hat uns mit dem Heiligen Geist versiegelt. Dies ist der Beweis, dass wir zu Gott gehören. Indem unser himmlischer Vater den Heiligen Geist in uns legt, garantiert er, dass er seine Versprechen hält. Indem wir den Heiligen Geist in uns durch Gaben (1Kor 12: 1-11) und  Frucht (Gal 5,22) wirken sehen, gibt uns der himmlische Vater auf eine greifbare Art und Weise zu erkennen, dass er uns versiegelt hat.
·       Was sind zwei Namen, mit denen der Heilige Geist gemäß Römer 8,15 und Johannes 16,13 bezeichnet wird?

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Die Rolle des Heiligen Geistes besteht darin, die Wahrheit über das Vaterherz Gottes zu offenbaren. Er möchte, dass wir in die Sanftheit Gottes erkennen.
·       Bitte den Heiligen Geist, dir Gott als deinen Vater zu zeigen, sodass du die Wahrheit erkennst, dass dein himmlischer Vater dich so sehr liebt, wie er Jesus liebt und dass du sein Liebling bist. Du kannst dein Gebet hier aufschreiben.

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Der Segen der Beständigkeit (Woche 6 Einleitung)


„In dem seid auch ihr, die ihr das Wort der Wahrheit gehört habt, nämlich das Evangelium von eurer Seligkeit – in dem seid auch ihr, als ihr gläubig wurdet, versiegelt worden mit dem Heiligen Geist, der verheißen ist, welcher ist das Unterpfand unseres Erbes, zu unserer Erlösung, dass wir sein Eigentum würden zum Lob seiner Herrlichkeit.” (Eph 1,13-14)


Die Treue des Vaters zu uns ist für diejenigen von uns, die nicht mit ihrem Vater aufgewachsen sind, besonders schwer zu verstehen. Erschreckende statistische Daten zeigen eine wachsende Anzahl von Kindern, deren Väter abwesend sind. Umso wichtiger ist es für uns zu wissen, dass unser himmlischer Vater seine Versprechen hält und dass sich seine Pläne niemals ändern. Er spricht zu dir, wenn er sagt: „Ich halte meine Versprechen! Meine Pläne ändern sich nie! Ich werde dich niemals verlassen! Ich werde dich niemals wegschicken! Ich werde immer für dich da sein!"

Friday, February 2, 2018

Du bist talentiert! (Woche 5, 5. Tag)


„Was ist dein Talent?", fragte Sarah Beth mit Notizbuch in der Hand. Heute Abend hielt Camp Joy, ein Zeltlager für geistig Behinderte, seine Talentshow ab und es wurde erwartet, dass jeder Camper mitmacht. Was mich an Sarah Beths Frage beeindruckte, war ihre Überzeugung, dass jeder Camper, egal wie behindert, ein von Gott gegebenes Talent zum Teilen hatte. Und am Abend bewiesen sie es dann auch. Ein Camper sang „Jesus liebt mich", während das Talent eines anderen darin bestand, in einem Schaukelstuhl zu schaukeln. Mein persönlicher Favorit war der Camper, der sich entschied, Blumen aus der Hotelanlage zu pflücken. Sein Talent war, alle an seinen Blumen riechen zu lassen. Die Freude der Camper darüber, Gottes Geschöpfe zu sein, war so ansteckend, dass alle großen Beifall bekamen.

·       Die Bibel macht deutlich, dass jeder mindestens ein Talent hat (Mt 25,13-40). Wie würdest du antworten, wenn dich jemand fragt, was deine Talente seien? Wenn du dir nicht sicher bist, dann frag jemanden, der dich gut kennt.

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·       Woher kommen diese Fähigkeiten? (Johannes 3,27)

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·       Warum haben wir diese Talente? (Siehe Woche 5 Tag 4)

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·       Wie möchtest du dein Talent für Gottes Herrlichkeit einsetzen?

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Thursday, February 1, 2018

Du wirst im Leben erfolgreich sein! (Woche 5, 4. Tag)


Heute Morgen, um 6:30, war mein fünfjähriger Sohn, David, schon in tiefen Gedanken versunken. Während er spielerisch ein Plastiksaurier an seiner Kakaotasse entlangschob, kam er mit einer komplizierten Frage an: „Mama, warum hat Gott Dinosaurier erschaffen, die so groß und gefährlich waren?" Vergeblich versuchte ich Gottes Kreativität, Macht, Souveränität und Weisheit in seinen kindlichen Wortschatz zu pressen, bis mit bewusst wurde, dass David die Antwort schon selbst wusste. Ich erinnerte ihn an eine Frage aus dem kleinen Katechismus, die wir am Vorabend geübt hatten: „Warum hat Gott dich und alle Dinge geschaffen?" David strahlte sofort auf und rief: „Zu seiner eigenen Ehre!" Oftmals sind die einfachen Antworten wirklich die besten! Davids Antwort half nicht nur ihm seine Welt einzuordnen, sie hatte auch eine große Auswirkung auf meinen Tag. Alles was ich sehe, hat Gott zu seiner Ehre geschaffen. Wir werden nur in der Lage sein, den verwünschten Segen zu empfangen, nämlich: „Du wirst im Leben erfolgreich sein!", nur wenn wir erkennen, dass es unser Lebensziel ist, Gott Ruhm zu bringen.

Vor kurzem, auf einer Fahrt in die Stadt, saß meine achtjährige Tochter, Toria, neben mir und malte. Unser Schweigen wurde nur ab und zu durch ihre Fragen über den Himmel, das Thema ihres Kunstwerkes, unterbrochen. „Mama, gibt es Burgen im Himmel?" „Wie ist es mit Hunden?" „Werden wir Dinge teilen im Himmel?" Diese letzte Frage überraschte mich. Natürlich können wir dort ein Lächeln teilen, Lieder und auch Geschichten von dem, was wir mit Gott erlebt haben. Die Art von aufopfernder Liebe, die gezeichnet ist von Hingabe zu dem Maß, dass man selbst etwas entbehrt, ist jedoch unmöglich an einem Ort, wo man keine Not kennt. Nur hier auf Erden können wir Schlaf aufgeben, um uns um ein krankes Kind zu kümmern, können wir uns beim Essen zurückhalten, dass andere genug bekommen, können wir Kälte spüren, während wir jemandem unsere warme Jacke umlegen.

Jesus hat uns diese Art von Liebe gezeigt, als er die Herrlichkeit des Himmels verließ, um ein Leben der Armut und des Leidens zu leben. Er zeigte uns dies umso mehr, als er sein eigenes Leben für uns hingab, um uns zu erretten. Wir könnten nicht einmal einen Bruchteil dieser Liebe verstehen, wenn wir in einer perfekten Welt geboren wären. Nur hier haben wir das Privileg in seine Fußstapfen zu treten, indem wir selbst aufopfernde Liebe zur Ehre Gottes zeigen.

·       Was ist deine Berufung nach Römer 12,1?

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·       Schreibe auf, wie du das diese Woche in die Tat umgesetzt hast.

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Tuesday, January 30, 2018

Du kannst mutig sein! (Woche 5, 3. Tag)


Paul, mein 12-Jähriger, wirkt von seiner Natur her mutig. Er ist athletisch, gutaussehend, intelligent - und furchtlos. Das bin ich nicht. Ich war das Kind, das sich unter dem Rocksaum ihrer Mutter versteckte, wenn ein Fremder in meine Nähe kam. Ich verpasste vieles, weil ich zu schüchtern war. Vielleicht wirkt es dann überraschend, dass ich die Beliebtheit meines Sohnes für besorgniserregend halte. Sein Erfolg in allem, was er tut, könnte dazu führen, dass er verpasst, seine eigenen Schwächen zu erkennen. Ohne diese Einsicht wird er verpassen, was Gott für ihn bereithält. Auch wenn es nicht angenehm ist, bin ich Gott dankbar, dass er mir mein eigenes Scheitern vor Augen führt und mir dadurch erlaubt, Zerbrochenheit über

meine eigene Sündhaftigkeit,
meine menschliche Schwäche,
meinen Mangel an Weisheit,
meine vergangenen Verluste und Verletzungen,
meine gegenwärtigen Schwierigkeiten und
meine Sorgen um die Zukunft zu erleben.

Zerbrochenheit ist eines der stärksten Werkzeuge Gottes. Er benutzt unsere innerlichen Kämpfe, um uns zu lehren, dass wir nichts ohne ihn (Johannes 15,5), aber alles durch ihn tun können (Phil 4,13). Er gibt den Müden Kraft (Jesaja 40:31) und den Trauernden Trost (2. Korinther 1,4). Wenn wir am Ende sind und den Boden unter den Füßen verlieren, können wir hören wie uns der himmlische Vater ins Ohr flüstert: „Sei stark und mutig." (Dtn. 31,6) Dies ist nicht nur eine leere Floskel. Unser Vater befähigt uns, das zu tun, wozu er uns berufen hat. (Phil 2,13) ​​Wenn wir innere  Zerbrochenheit erleben und unsere einem Scheitern vor Gott bringen dann finden wir in ihm Kraft. Wir werden mutig, wenn wir lernen, dass Gottes Gnade für uns ausreicht, „denn sie erweist ihre Kraft in der Schwachheit…. Deswegen bejahe ich meine Ohnmacht…; denn wenn ich schwach bin, dann bin ich stark." (2 Kor 12,9-10).

·       2 Korinther 2,3 und Psalm 34,18 beschreiben das Herz Gottes dem gegenüber der leidet. Lies diese Bibelstellen und beschreibe Gottes Wesenszüge.

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·       Worin hast du Zerbrochenheit erlebt?

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·       Gott der Vater möchte diese Dinge gebrauchen, um dir deine Abhängigkeit von ihm zu zeigen. Er will dich mutig machen. Benutze die folgenden Zeilen, um ein Gebet an den Vater der Barmherzigkeit und den Gott allen Trostes zu schreiben, damit Seine Kraft in deiner Schwachheit wirksam ist.

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