Tuesday, January 2, 2018

Der Segen der Vergebung (Einleitung Woche 3)

„In ihm haben wir die Erlösung durch sein Blut, die Vergebung der Sünden, nach dem Reichtum seiner Gnade, die er uns hat reichlich wiederfahren lassen in aller Weisheit und Klugheit.” (Eph. 1,7-8)

Bin ich gut genug? Diese Frage bejahen zu wollen, ist ein langer Kampf für mich gewesen. Gottes Segen ist für mich eine unerwartete Antwort auf diese Frage gewesen. In dieser Woche werden wir mehr darüber erfahren, während wir hören wie unser himmlischer Vater seinen Segen ausspricht: „Ich kenne dich ganz und gar und dennoch mache ich dir keine Vorhaltungen. Du darfst Fehler machen. Gut gemacht! Ich würde alles für dich tun!”

Ich bin stolz auf dich! (Woche 2, 5. Tag)


Gestern Abend schauten wir als Familie den Film Sing an. Hier nimmt eine Vielzahl von Tieren an einem Musikwettbewerb teil. Der Talentierteste von allen ist ein Gorilla, dessen Vater kein bisschen unterstützend ist. Der große Erfolg des Gorillas wird von seinen Freunden gefeiert, er bleibt aber niedergeschlagen. Ohne den Segen seines Vaters ist dieser Sieg für den Gorilla unbedeutend. Plötzlich platzt der Vater in die Szene, gibt seinem Sohn eine kräftig Umarmung und sagt: „Ich bin so stolz auf dich!” Der Tag ist gerettet! Jetzt ist der Sänger bereit sich seinen feiernden Freunden anzuschließen.

Aber was wäre, wenn der Vater nicht erschienen wäre? Was wäre, wenn diese wichtigen Worte nie gefallen wären? Das ist die Situation, in der viele von uns sich wiederfinden. Dann wird es besonders wichtig zu wissen, dass Gott uns bereits seinen väterlichen Segen gegeben hat. Dies überwiegt im hohem Maße alles, was unser Vater hätte tun können und versäumt hat.

       Höre wie Gott seinen Segen über dich, seinem Kind, ausspricht, während du Matthäus 3,17 liest. Schreibe den Vers auf.

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Als Gott der Vater Jesus nach seiner Taufe segnete, hatte sein Kind noch keine einzige Predigt gehalten und kein einziges Wunder vollbracht. Der Segen des Vaters ist nicht von irgendeiner Leistung abhängig.

       Schreibe ein Gebet oder deine Gedanken als Antwort auf diese Wahrheit.

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Du bist nicht allein! Woche 2, 4. Tag)

Es war Weihnachten 1992. Ich saß in einer Spandauer Einzimmerwohnung. Bewegungslos starrte ich auf mein bloßes Handgelenk mit dem Verlangen, alles zu beenden. Die Klarheit meiner Gedanken war durch den emotionalen Schmerz benebelt. Ich war mir sicher, dass meine Lage hoffnungslos war, und dass sie sich nie verbessern würde.

Nur 2 1/2 Jahre zuvor war mein Leben verwandelt worden, als ich mich Jesus anvertraute. Die Freude einer freigesetzten Seele war sofort durch die Reaktion meines Stiefvaters gedämpft, der seinen Hass auf Gott versprühte. Er ließ eine scheinbar endlose Lawine von Schimpfwörtern los, wenn ich Gott erwähnte. Endlich entschied ich mich, mich von dem verbalen Missbrauch loszusagen und nach Australien zu fliegen.

Hier hoffte ich auf einen Neuanfang mit meinem Vater und seiner neuen Ehefrau. Dieser Traum war von kurzer Dauer, denn schon am ersten Abend wurde ich für meinen Glauben ausgelacht. Meine Stiefmutter vermittelte dann nach wenigen Tagen: „Ich wünschte, du wärest tot!" Zehn Tage nach meiner Ankunft bat mich mein Vater ins Auto einzusteigen. „Wo soll ich dich hinfahren?", forderte er. Nachdem er mich im nächsten Dorf absetzte, hatten wir keinen Kontakt für die nächsten 15 Jahre.

Im Dorf fand ich Unterschlupf bei einer Familie aus der örtlichen Gemeinde. Mein Gastvater wurde zur echten Vaterfigur für mich. Leider missinterpretierte meine Gastmutter diese Beziehung. In ihrer Eifersucht sagte sie: „Ich wünschte, du wärest niemals geboren worden!" und bestand darauf, dass ihr Mann mich fortschicke.

Ich fühlte mich als Versagerin als ich nach zehn Monaten nach Berlin zurückkehrte, in der Hoffnung wieder von meinem Stiefvater aufgenommen zu werden. Wieder in Berlin bot mir mein Stiefvater ein One-Way-Ticket nach Australien an, mit dem Verlangen mich nie wieder zu sehen. Daraufhin stellte mir ein Bekannter, für die Dauer seiner dreimonatigen Geschäftsreise, seine Wohnung zur Verfügung.

Dort saß ich also, traurig und verlassen. In der Stille schnitten die Worte, die über mich ausgesprochen worden waren, so sehr in meinen Gedanken, dass ein echter Schnitt, um alle Schmerzen zu beenden, wie ein sanftes Versprechen schien. „Keiner will dass ich lebe", war das dämonische Mantra, das in meinem Kopf kreiste, als plötzlich eine ganz anders Stimme die Dunkelheit durchbrach. „Selbst wenn kein anderer will, dass du lebst, ich möchte es. Ich habe dich gemacht, meine Pläne für dich sind gut und ich werde dich niemals vergessen."

Gott, der 2000 Jahre zuvor die Dunkelheit durchbrach, indem er seinen Sohn schickte, kam auch in die Dunkelheit meines Lebens an diesem Weihnachtstag. Zwar wurde mein Leben nicht deswegen sofort leichter. Als die Wohnung zwei Wochen später wieder in Beschlag genommen wurde, meldete ich mich selbst im Jugendheim an, um weiterhin zur Schule gehen zu können. Dennoch veränderte Gottes Wahrheit von dem Moment an alles. Egal was vor mir lag, wusste ich dass Gott bei mir ist und mich nie allein lässt. Plötzlich spielte nichts anderes eine Rolle mehr.

       In welchen Situationen fühlst du dich alleine?

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       Lies die folgenden Bibelverse und beschreibe wie diese Wahrheit dir hilft eine neue Sichtweise zu finden. Psalm 68, 5-6a; Psam 27,10

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Hier bist du sicher! (Woche 2, 3. Tag)

Letzte Woche hatte mein ältester Sohn, Daniel, eine allergische Reaktion auf ein verschriebenes Medikament. Seine Symptome waren beunruhigend und seine theatralischen Tendenzen machte die Lage nicht einfacher. Als er sich ins Bett schleppte, gab er mir seinen kläglichsten Blick und sagte: "Bis morgen, wenn ich dann noch am Leben bin..." Danach ließ ich meinen Gedanken freien Lauf und meine Angst holte mich ein. Dies kam als völlige Überraschung, denn obwohl ich schon oft mit Angstgefühlen zu kämpfen hatte, so ist das schon eine Weile her.

Mit neun Jahren hatte ich meine erste Panikattacke. Ich hatte eine lähmende Angst vor dem Tod, und meine nichtchristlichen Eltern und Bekannten konnten mir keine zufriedenstellenden Infos bieten. Selbst als ich mit 14 zum Glauben kam, änderten sich die Dinge nicht. Später, während meiner Schwangerschaften, wurde die Stärke meiner Angst fast unerträglich. Ironischerweise wünschte ich mir in diesen Momenten den Tod, den ich so sehr fürchtete. Ich flehte Gott an, diese Angst wegzunehmen, beklebte meine Wand mit Bibelversen und bat Andere um Gebet. Dennoch änderte sich nichts. Bei der Geburt meines sechsten Kindes, Hanna, fürchtete ich so sehr um ihr und mein Leben, dass ich eine Beruhigungsspritze brauchte. Ich fühlte mich, als hätte ich völlig versagt.

Drei Monate später steckte sich Hanna mit einem Virus der Atemwege an. Das Luftholen fiel ihr so schwer, dass ich es bezweifelte, ob wir es rechtzeitig zur Notaufnahme schaffen würden. Bei der Entlassung aus dem Krankenhaus, vier Tage später, ermahnten mich die Krankenschwestern, Hanna immer in nächster Nähe zu behalten und ständig auf ihr Atmen zu achten. Ich war so erschöpft, musste aber wachsam bleiben. Diese Situation brachte Erinnerungen an den Tod meiner ersten Tochter, Anita, hoch. Ani war im gleichen Alter gewesen als sie nicht mehr atmen konnte. Ich fühlte mich verantwortlich für Anis Tod, weil ich geschlafen hatte, als sie mich brauchte. Nun überfluteten mich Panikgefühle als ich merkte, dass ich zu müde war, um wachsam zu bleiben. Dann und dort beschloss ich Philipper 4,6 in die Tat umzusetzen:

„Sorgt euch um nichts, sondern in allen Dingen lasst eure Bitten im Gebet und Flehen mit Danksagung vor Gott kundwerden!"

Ich dankte Gott, dass er Hannas Leben bis ins Detail geplant hatte, und dass er sie mehr liebt als ich es je könnte. Ich gestand, dass ich ihr Leben nicht über seinen Willen hinaus verlängern könnte, dankte ihm für seine Güte und vertraute ihm Hanna an. Nach diesem Gebet schlief ich sofort ein.
Gott für seine Versprechen zu danken, ob ich mich danach fühlte oder nicht, brachte eine merkliche Veränderung in mein Leben. Während meiner nächsten Schwangerschaft war ich frei von Furcht und war in der Lage jeden Moment zu genießen (sobald die Übelkeit nachließ). Gott nahm mir so sehr die Angst vor dem Tod, dass selbst der Verdacht auf Krebs mich nicht aus der Fassung brachte. Ich empfand nur Vorfreude auf den Himmel. So dachte ich, die Angst vor dem Tod gehörte zur Vergangenheit.

In der vergangenen Woche, als sich Angstgefühle wieder breitmachten, wurde mir bewusst, dass der Glaube in jeder Situation neu ausgeübt werden muss. Es ist nicht etwas, dass wir erreichen und dann für den Rest unseres Lebens besitzen. Jeder Tag bietet neue Herausforderungen, Gott zu vertrauen. Die Wahrheit auszusprechen und Gott dafür zu danken, ist eine praktische Art und Weise unsere Gedanken gefangen zu nehmen, mit Gottes Gedanken zu ersetzen und uns in Gottes Hände zu geben, egal was unsere Gefühle uns sagen.

Letze Woche entschied ich mich, anstatt mich wegen meiner Angst als Versager zu fühlen, zu Jesus zu laufen. Ich dankte ihm dafür, dass er wahrhaft Mensch wurde und dadurch Verständnis für meine Schwachheit hat. Ich dankte ihm, dass Daniel sicher in seiner Hand ist, dass er Daniels Zukunft geplant hat und dass er ihn mehr liebt als ich es je könnte. Dann erlebte ich was in Philipper 4,7 versprochen wird:

„Und der Friede Gottes, der höher ist als alle Vernunft, bewahre eure Herzen und Sinne in Christus Jesus."

       Was hilft dir zu verstehen, dass du bei Gott sicher bist? Schau dir die folgenden Bibelverse an, bevor du eine Antwort formulierst. Jesaja 41, 10; 2. Samuel 22,3

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Hier gehörst du hin! (Woche 2, 2. Tag)

Wenn meine Dreijährige anfängt sich müde zu fühlen, sagt sie: „Ich will nach Hause.” Dann kuschelt sie sich auf meinem Schoss ein und macht ein Schläfchen. Ich freue mich so sehr, meiner Tochter ein Gefühl des Zuhauseseins zu geben. Letztens ging es meiner Freundin Megs ähnlich. Ihre Dreizehnjährige sagte ihr: „Ich bin dort zuhause, wo du bist, Mama.” Beide Mädchen genießen ein Gefühl der Zugehörigkeit, nach dem sich viele sehnen.
Als ich Jade kennenlernte, wohnte sie in der Kellerwohnung einer Freundin. „Wenn ich nur eine Wohnung hätte in der ich mein Geschirr nicht in der Badewanne waschen muss, würde ich mich wohl fühlen”, beschwerte sie sich. Wenige Wochen später wurde ihr Traum wahr – eine Wohnung mit Küchenspüle. „Wenn ich nur ein Haus mit einem Garten hätte”, war ihr neues Verlangen. Erstaunlicherweise fand sie bald ein erschwingliches Haus. Du kannst vielleicht erraten, was sie sagte, nachdem sie sich eingewöhnt hatte: „Wenn ich nur…” Da Jade mit einem gewalttätigen Vater aufgewachsen war, fühlte sie sich selbst als Erwachsene nie zu Hause. Sie wird sich immer nach einem Zugehörigkeitsgefühl sehnen, bis sie entdeckt, wie Gott der Vater diesen Wunsch erfüllt. Gott hat Jade schon mit dieser Zugehörigkeit gesegnet, sie muss sich nur vom Heiligen Geist in diese Wahrheit führen lassen. Das wird eine wunderbare Heimkehr sein.
Eines der besten Beispiele einer Heimkehr und dem Erlernen der Zugehörigkeit ist im Gleichnis des Verlorenen Sohns zu finden. Es ist nicht nur der jüngere Sohn, der seine Zugehörigkeit zum Vater erkennen muss. Der Vater sprach mit seinem älteren Jungen, als er sagte: „Mein Kind, du bist immer bei mir, und alles was mein ist, ist auch dein.” (Lukas 15, 31) Manchmal müssen wir, wie der ältere Sohn, erst die Wahrheit begreifen, damit sie uns freisetzen kann.

       Lies Lukas 15, 11-32 und bitte Gott darum dir dieses Zugehörigkeitsgefühl zu geben. An dieser Stelle kannst du dein Gebet oder deine Gedanken aufschreiben.

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       Du kannst mehr darüber lesen wie Gott der Vater dich schon als zugehörig ansieht, und zwar in Johannes 17, 24 und 1. Petrus 2:10.


Du bist mein! (Woche 2, 1. Tag)

Daniel, mein Dreizehnjähriger, ist ein totaler Südstaatler. Er ist ein gekonnter Jäger, hat Angelmeisterschaften gewonnen und kann ohne Probleme Sonnenblumenkerne im  Mund entkernen – eine Fähigkeit die ich wohl niemals beherrschen werde. Vor kurzem beschloss er, mich in die Welt der Country Songs einzuführen. Entgegen meinen Erwartungen hat mir das richtig Spaß gemacht. Eines der Lieder brachte mich echt ins Nachdenken.  He is mine (Er ist mein) ist das, was Countrysänger Rodney Atkins über seinen Teenager sagt, der gerade bei seinem Vater Schutz sucht. Trotz der Tatsache, dass der Sohn Mist gebaut hat, weil er auf dem Nachbargrundstück geraucht und Bierflaschen zerschossen hat, umarmt ihn sein Vater und stellt sich zu ihm. „Er ist mein Sohn”, sagt er dem Nachbarn stolz und keine Missetat könne das je ändern.
In diesem Lied vermittelt der Vater, was uneingeschränkte Liebe bedeutet, ohne dabei das Benehmen seines Sohnes zu befürworten. Atkins spiegelt in seinem Song deutlich das Vaterherz Gottes wider. Gott spricht auf derselben Art und Weise zu seinen Kindern, indem er sagt: „Du bist mein.” (Jes. 43,1b) Auch wenn wir Probleme verursachen, nimmt er uns trotzdem an. Ich tendiere dazu, mich vor Gott verstecken zu wollen, wenn ich Mist gebaut habe. Wie Adam und Eva zweifele ich daran, dass Gott mich weiterhin bei sich haben möchte (1. Mose 3,8). Stattdessen sehnt sich Gott aber danach, dass wir in seinen Armen Zuflucht finden, genau wie Atkins es in seinem Lied aufzeigt.
Es gibt nichts, was wir tun könnten, um Gott davon abzubringen uns zu lieben. Gott sieht uns ganz und gar als seins an, und zwar auch, wenn wir nicht gut drauf sind. Manchmal brauche ich einen Südstaatlerjungen und seine Liebe für Country Songs, um diese Wahrheit besser zu begreifen.

       Was sagt Gott über dich in Jesaja 43,1b?

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Nach sieben Jahren Kontaktlosigkeit entschied ich mich mit 16 halb um die Welt zu fliegen, um meinen Vater wiederzusehen. Wie würde ich ihn nennen? Vati? Papa? Solche intimen Namen schienen mir zu sehr mit Hoffnungen und Erwartungen beladen und zu gefüllt mit möglichen Enttäuschungen, zu verwundbar. Was wäre, wenn ihm nicht die Arbeitsbeschreibung passte, die mit dem Titel einher ging? Ich entschied mich für seinen Vornamen. Es schien sicherer so. Die Angst vor der Ablehnung hielt mich davon ab, ihn „Papa” zu nennen. Jahre später lernte ich, dass der Respekt den wir unseren Vätern schulden nicht auf deren Charakter, sondern auf deren Stellung beruht. Daraufhin fing ich an ihn „Papa” zu nennen, als Art und Weise ihm Respekt zu zeigen. Zuerst fand ich das richtig schwierig, aber ich sagte es trotzdem, weil ich wusste, dass es meinem Vater gut tat.
Es gibt keinen Zweifel daran, wie wir unseren himmlischen Vater ansprechen dürfen.

       Wie hat er uns genannt, bevor wir überhaupt an eine Bezeichnung für ihn denken konnten? (1. Joh. 3,1)

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     •                 Wie möchte er von uns genannt werden? (Roem. 8,15; Gal. 4,6)

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Sogar jetzt fühlt es sich manchmal richtig komisch an, Gott „Papa” zu nennen. Es scheint unangemessen intim für einen Gott, der allmächtig ist und dem die Engel sich nur mit den Worten: „heilig, heilig, heilig” nähern. Aber er hat uns das Recht gegeben, mit Zuversicht in seine Arme zu rennen und ihn „Papa” zu nennen.

       Wenn du es noch nie getan hast, dann probiere heute aus, Gott mit „Papa” anzusprechen. Schreibe dein Gebet auf.

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Der Segen der Annahme (Einleitung Woche 2)

Was machst du, wenn du an einem regnerischen Ferientag zu Hause hockst? Letzte Woche hatte unsere Familie die verrückte Idee, mit blauem Haarfärbemittel zu experimentieren. Am Ende des Tages hatten alle, die Lust hatten, blaue Haarsträhnen oder Spitzen. Das war der Moment, wo Toria die unbezahlbare Anfrage machte: „Mama, kannst du meine Klasse besuchen, damit alle deine blauen Haare sehen. Wenn die Kinder erkennen, dass meine Haare genauso aussehen wie deine, dann werden sie mich für sehr cool halten.
Natürlich freue ich mich darüber, dass meine Tochter mich als so cool ansieht, dass sie durch ihre Assoziation mit mir als cool gilt. Trotzdem unterstreicht diese Aussage auch ihre Abhängigkeit von der Meinung anderer. Darin ist sie nicht allein. „Focus on the Family" machte eine Umfrage unter Kindern im schulpflichtigen Alter. Gefragt, was ihre größte Furcht sei, gab die Mehrzahl zu, dass sie befürchten vor anderen als uncool zu gelten.
Ich glaube eines der größten Geschenke, die wir unseren Kindern geben können, ist ihnen zu helfen zu verstehen, wie sie von Gott gesehen werden. In 1.Thessalonicher 2,4 heißt es: „Weil Gott uns für wert geachtet hat, uns das Evangelium anzuvertrauen, darum reden wir nicht als wollten wir Menschen gefallen, sondern Gott...“ Der Schüssel liegt darin, den Kindern zu zeigen, dass sie von Gott für wert geachtet sind. Aus eigener Erfahrung ist mir bewusst, dass je mehr ich meine Annahme von Gott verstehe, desto weniger neige ich dazu, das Lob anderer zu suchen. Anstatt meine Energie mit dem Grübeln zu verschwenden, wie ich von anderen gesehen werde, werde ich dazu befreit mich von Gott formen zu lassen.
Unser Angenommmensein beruht nicht darauf, was wir getan haben oder auf wer wir sind, sondern auf der Tatsache, dass Gott uns zu seinen Söhnen und Töchtern gemacht hat. Dieser Adoption liegen einige Segnungen zugrunde, die wir in dieser Woche entdecken werden.